Gottesdienst im neuen 'Gichinger' Dorfstadel
Bildlizenzrechte: Anton LangIm Rahmen eines Vorabendgottesdienstes mit zahlreichen Ehrengästen, wie Bürgermeister Christian Schmid, Landrat Martin Meier und verschiedenen Stadträten, weihte Pfarrer Martin Becker den neuen Dorfstadel in Günching offiziell ein. Dabei stellte er in seinen Worten vor allem die gemeinschaftliche und ehrenamtliche Leistung aller Beteiligten an diesem Projekt in den Mittelpunkt..
Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von den 'Gichinger Stodlspatzen' unter der Leitung von Maria Deinzer.
Bildlizenzrechte A. LanIm Rahmen der Veranstaltung überreichte Bürgermeister Christian Schmid einen symbolischen Schlüssel an den Vorsitzenden der Kirwaleid Matthias Deinzer.
Große Anerkennung erhielten die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer, die maßgeblich zum Gelingen des Projekts beigetragen hatten.
Den Auftakt bildete ein feierlicher Gottesdienst, bei dem Pfarrer Martin Becker das kürzlich errichtete Gebäude bei hochsommerlichen Temperaturen segnete.
Bildlizenzrechte: Anton Lang Bild: 'Die Gichinger Stodlspatzen'
Alles begann mit der Dorferneuerung im Jahre 2016
Bereits im Jahr 2016 war in Günching die Dorferneuerung auf Empfehlung des damaligen Bürgermeisters Berhard Kraus angestoßen worden. Hierfür gründete sich unter der Leitung von Rainer Bärtl eine Interessengemeinschaft. In seiner Ansprache blickte Bärtl auf die zehnjährige Erfolgsgeschichte zurück. Nach zahlreichen Besprechungen und umfangreichen Planungen wurden mehrere Projekte vom Amt für Ländliche Entwicklung als förderfähig anerkannt. Auf den Umbau des ehemaligen Tennisheims zum Dorfhaus folgte nun mit dem neuen Dorfstadel ein weiteres bedeutendes Vorhaben. Der in modularer Holzbauweise errichtete und mit Lärchenholz verschalte Stadel stehe der Dorfgemeinschaft künftig für vielfältige Veranstaltungen und Zwecke zur Verfügung, so Bärtl. Zudem sei der Bereich rund um den Kirwabaum neugestaltet und begrünt worden.
Die zweite Vorsitzende der Kirwaleid Laura Hiller berichtete, wie lange man auf diesen Tag hingearbeitet habe. „Die Fertigstellung unseres Stadels hat uns eines gelehrt: Die Aussage ‚letzte Kirwa im alten Stadel‘ ist ein dehnbarer Begriff. Manchmal braucht eine gute Sache eben etwas länger.“ In dem Gebäude stecke weit mehr als nur Holz und Ziegel. Es sei das sichtbare Ergebnis einer Dorfgemeinschaft, die gemeinsam angepackt, zusammengehalten und ihr Ziel nie aus den Augen verloren habe. Hiller hob außerdem die erhebliche Kostenersparnis durch die vielen Eigenleistungen sowie die Unterstützung örtlicher Firmen, Handwerksbetriebe und zahlreicher Spender hervor.
Ein besonderes Anliegen sei zudem gewesen, möglichst viele vorhandene Materialien wiederzuverwenden. So fanden unter anderem das bisherige Pflaster des Dorfhauses sowie Kupferrinnen des ehemaligen Rock-Cafés in Deusmauer eine neue Verwendung. „Mit unserem Dorfstadel haben wir einen Ort geschaffen, der Menschen zusammenbringt – zum Feiern, Begegnen, Austauschen und gemeinsamen Erleben“, sagte Hiller. Auf das Ergebnis könne die gesamte Dorfgemeinschaft stolz sein.
Bildlizenzrechte Michael LangBürgermeister Christian Schmid betonte, dass im Zuge der Dorferneuerung viel Positives entstanden sei. Er dankte allen Beteiligten für ihren großen Einsatz: „Über 1000 Stunden Eigenleistung zeigen das außerordentliche ehrenamtliche Engagement. Hier ist ein wunderbarer Raum der Mitte entstanden.“ Als symbolischen Akt überreichte Schmid anschließend den Schlüssel an den Vereinsvorsitzenden Matthias Deinzer.
Auch Landrat Martin Meier würdigte in seinem Grußwort den großen Einsatz aller Helfer. Günching, das ihm kürzlich scherzhaft als „Beverly Hills von Velburg“ beschrieben worden sei, solle sich seinen Zusammenhalt und seinen Humor bewahren.
Im Anschluss feierten die Günchinger bei einem gemütlichen Beisammensein ihre traditionelle Johannesfeier. Für die Bewirtung sorgten gemeinsam die Kirwaleid, der Dorfverein und die Ministranten.
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